Die salzarme Diät ist keine Reduktionsdiät, sondern eine besondere Form der Diätkost. Sie wird vornehmlich angewandt, um bei Bluthochdruckpatienten das Risiko von
Herzerkrankungen zu reduzieren. Gleichzeitig erleichtert salzarme Kost die Entwässerung von im Körper eingelagerten Flüssigkeitsdepots. Dies hängt mit den Wasser
anziehenden Eigenschaften des Natriumchlorid zusammen, aus dem unser Speisesalz besteht.
Dieser Effekt zeigt sich im menschlichen Körper ebenso wie in einem Salzstreuer, in dem das Salz bereits durch die normale Luftfeuchtigkeit nach einiger Zeit zu
klumpen beginnt. Im gleichen Maß hält durch die Nahrung aufgenommenes Salz das Wasser im Körper, was bis zu einem gewissen Grad wichtig, da der menschliche
Körper zu einem großen Teil aus Wasser besteht und ohne Salze der Körper austrocknen würde, da er das Wasser nicht im Körper halten könnte. Hält der Körper
hingegen zu viel Wasser gespeichert, kann mittels einer salzarmen Diät der Flüssigkeitshaushalt vorsichtig korrigiert werden.
Inzwischen geht man jedoch insbesondere bei älteren Patienten wieder weg von dieser Art der Diätkost, da neuere Untersuchungen zeigen, dass eine salzarme
Diät die Wahrscheinlichkeit von Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts im Körper eines älteren Menschen erhöht. Damit einher gehen
Konzentrationsschwierigkeiten, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schwindelgefühle und damit verbundene Verwirrungszustände bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Statt an Salzen in der Nahrung zu sparen kann es daher sinnvoller sein, den Obst- und Gemüseanteil im täglichen Speiseplan zu erhöhen. Generell ist eine
salzarme Diät mit einem Arzt abzusprechen und von selbigem zu überwachen.