Die Punkte-Diät geht auf das Diätprinzip der Firma Weight Watchers zurück. Es handelt sich dabei um ein Gesamtkonzept aus gesunder,
kalorienreduzierter Mischkost, einem integrierten Sportprogramm, Betreuung durch Berater des Programms sowie der seelisch-moralischen
Unterstützung durch Gleichgesinnte in der Gruppe.
Es wird bei dieser Diät davon ausgegangen, dass es sich gemeinsam einfacher abnimmt sowie das erlernen und beibehalten von neuen
Ernährungsgewohnheiten durch die Teilnahme an regelmäßigen Treffen leichter umgesetzt werden kann. Generell ist das Programm so
ausgelegt, dass wöchentlich ca. ein Pfund abgenommen werden können soll.
Der Speiseplan nach der Punkte-Diät ist reichhaltig, ausgewogen und vielfältig. Statt Kalorien zu zählen werden den Nahrungsmitteln
Punkte zugeteilt. Entsprechend wird zu Beginn dieses Programms für jede Person individuell ein Punkteplan ausgearbeitet, der ihm
zeigt, wie viele Punkte er am Tag zu sich nehmen darf um Gewicht zu verlieren oder auch später um sein Gewicht zu halten. Die
durchschnittliche Grundpunktzahl liegt dabei bei täglich ca. 20 Punkten. Sportliche Betätigung und andere besondere Aktivitäten
erlauben zusätzliche Bonuspunkte, die für die Nahrungsaufnahme „ausgegeben“ werden dürfen.
Die erlaubten Punkte können dann für jeden Tag beliebig eingesetzt werden. Somit gibt es keine generellen Nahrungsmittelverbote
und sogar kleine Naschereien sind erlaubt. Lediglich die Menge der Nahrungsmittel entsprechend der zur Verfügung stehenden
Punktezahl wird eingeschränkt. Wird an einem Tag die Punktezahl überschritten, sollen diese Punkte in den kommenden Tagen
wieder eingespart werden.
Die genaue Punktzahl, die den einzelnen Lebensmitteln zugeordnet sind, entnimmt der Programm-Teilnehmer einem entsprechenden
Plan, den er bei der Anmeldung bei dem Programm erhält. Zusätzliche Unterstützung bietet zahlreiche Literatur sowie regelmäßig
stattfindende Gruppentreffen. Bei den Treffen werden sowohl neue Rezeptideen und andere Themen in Verbindung mit der Diät
besprochen als auch die persönlichen Erfolge und Misserfolge der Teilnehmer besprochen.
Dies kann ein Vorteil sein, wenn sich jemand in der Gruppendynamik wohl fühlt und entsprechende Motivation aus den Treffen
ziehen kann. Andere empfinden die Gruppentreffen eher als Druck, gute Leistungen vorweisen zu müssen. Es stellt sich daher
die Frage nach der persönlichen Empfindung des Einzelnen bezogen auf die Gruppe, ob die Teilnahme an den Treffen sinnvoll
ist oder auch nicht.
Neben den vielen gesundheitlichen Vorteilen, die das Programm bietet, finden sich in dem relativ großen Zeitaufwand und den
mit dem Programm verbundenen Kosten auch einige Nachteile. Jede Nahrungsaufnahme ist von einer genauen Protokollierung
begleitet, bei der für jedes Nahrungsmittel die richtigen Punkte (bezeichnet als Pointswerte) ermittelt werden müssen. Die
Teilnahme am Programm selbst sowie die Gruppentreffen sind obendrein kostenpflichtig und müssen neben einer
Anmeldegebühr mit einem monatlichen Betrag von ca. 15 Euro in Form eines Abos beglichen werden.