Nulldiät

Eine der gefährlichsten Diäten überhaupt ist die so genannte Nulldiät. Durch den absoluten Verzicht auf Nahrung und eine Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr auf mindestens vier Liter Wasser oder Tee täglich soll der Körper gezwungen werden, die körpereigenen Fettreserven aufzubrauchen. Sobald Hungergefühle auftauchen, sollen diese mittels zugeführter Flüssigkeit (zumeist wird stilles Mineralwasser empfohlen) unterdrückt werden, bis sich der Stoffwechsel an die neue Situation gewöhnt hat und die eigenen Reserven zu verzehren beginnt.

Bis zu diesem Zeitpunkt jedoch hat der Körper bereits Gewicht durch Flüssigkeit verloren und ersten Muskelabbau betrieben. Schon nach wenigen Tagen bringt der Nährstoffmangel gravierende gesundheitliche Einschränkungen mit sich. Der Kreislauf kann instabil werden und Schwäche- oder Schwindelgefühle hervorrufen, auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind zu erwarten.

Auch wenn die Nulldiät auf den ersten Blick mit einer Heilfastenkur vergleichbar scheint, sollte man diese beiden in keinem Fall verwechseln.

Durch die fehlende Nährstoffzufuhr kann die Versorgung mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und anderen lebensnotwendigen Nährstoffen nicht gewährleistet werden. Die Versorgung sollte daher mindestens mit entsprechend hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt werden. Bei Diabetes und Nierenfunktionsstörungen darf diese Diät generell nicht angewandt werden, ebenso wenig bei Kinder und Jugendlichen, Schwangeren, Stillenden, älteren und kranken Menschen sowie bei gerade gesundeten.

Die Gefahr, dass eine Nulldiät ernsthafte und schwerwiegende Folgen nach sich zieht, ist sehr hoch. Da diese Diät nur über wenige Tage durchgeführt werden sollte, ist der Gewichtsverlust vorrangig auf die Flüssigkeitsverluste zurückzuführen; ein Fettabbau kann in dieser Form nicht sinnvoll stattfinden. Statt dessen ist ein Jojo-Effekt kaum vermeidbar, da der Körper nach der Hungerphase bestrebt ist, schnell neue Reserven aufzubauen.