Mayo Diät / Eier-Diät

Der Ursprung der Mayo-Diät, bisweilen auch als Eierdiät oder Eierkur bezeichnet, liegt in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der oft und gern hergestellte Zusammenhang mit der berühmten Mayo-Klinik in Amerika ist jedoch schlicht weg falsch, die Diät stammt nicht von dieser Klinik.

Bei dieser Diät handelt es sich um eine extrem einseitige Ernährung nach den Prinzipien der Eiweißdiäten. Durch diese Einseitigkeit wird zwar eine schnell sichtbarer Scheinerfolg in der Gewichtsreduzierung erreicht, doch hält dieser nicht über einen längeren Zeitraum an, ein Jojoeffekt ist zu erwarten und kann das Ursprungsgewicht bisweilen weit überschreiten.

Der Diät-Speiseplan enthält im optimalen Fall immerhin ein Spektrum von Salat, Gemüse, magerem Fleisch neben den großen Mengen Eiern, die in einer Menge von bis zu 25 Stück in der Woche enthalten sein können. In manchen Mayo-Diäten wird der Speiseplan noch mehr reduziert, die Zahl der Eier bisweilen sogar noch erhöht. Kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Kartoffeln oder Reis werden ganz vermieden, um den Körper dazu zu zwingen, statt Kohlenhydraten Fett zur Energiegewinnung zu verzehren.

Das zuführen von ausreichender Flüssigkeit von mindestens zweieinhalb bis drei Litern täglich ist bei dieser Diät besonders wichtig, um das vom Körper produzierte Ketogen sowie die erhöhten Harnsäuremengen aus dem Körper aus zu schwemmen.

Die Nebenwirkungen dieser Diät gleichen denen anderer eiweißreicher Diäten: Gesundheitliche Probleme durch eine Überbelastung der Niere und der Leber, Verdauungsprobleme (insbesondere Verstopfung), Mangelerscheinungen durch eine unzureichende Nährstoffzufuhr, Gichtanfälle, erhöhter Cholesterinspiegel und viele weitere Beschwerden können ebenso auftreten wie der durch die erhöhte Ketogenausschüttung entstehende Mundgeruch (Hungeratem).

In keinem Fall sollte eine Mayodiät angewandt werden von Schwangeren, Stillenden, Kindern, älteren Menschen, Gichtpatienten, Risikopatienten für Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Menschen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sowie Kranke und / oder gerade genesenen Menschen.