Der Volksmund gab dieser Diät ihren Namen: FDH als Abkürzung für „Friss die Hälfte“. Grundsätzlich kann diese Diät sehr einfach beschrieben werden.
Unabhängig vom bisherigen Speiseplan darf weiterhin alles gegessen und getrunken werden wie bisher, nur die Menge wird verringert, genau genommen halbiert.
Problematisch ist die Einhaltung und ein Erfolg dieser Diät daher, wenn bereits im Vorfeld einer ungesunden Ernährung mit Fastfood und ohne reichhaltiges
Gemüse und Obst der Vorzug gegeben wurde, die mit fetthaltigen Produkten mehr bestückt war, als mit Obst, Gemüse und Salat. Durch die einfache
Halbierung des bisherigen Speiseplans wird nämlich nicht nur die Zufuhr in Form von Kalorien halbiert, sondern gleichzeitig auch die Nährstoffzufuhr von
Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und natürlich auch Ballaststoffen. Mangelerscheinungen sowie Verdauungsprobleme wären die Folge der
einfachen Reduzierung der Speisenmengen um die Hälfte.
Entsprechend dieser Voraussetzungen wird die FDH-Diät ernährungswissenschaftlich eher nicht empfohlen. Statt dessen kann die Modifizierung der
Diät in eine FDR-Diät angestrebt werden – FDR für „Friss das Richtige“.
Da viele Menschen, die abnehmen wollen, bereits einen unausgewogenen Speiseplan befolgen, sollte diese erst einmal ausgewogener gestaltet werden.
Die reine FDH-Diät würde neben dem Nährstoffmangel auch Hungergefühle bis hin zu Heißhungerattacken auslösen, was nicht nur den Diäterfolg beeinträchtigen
würde, sondern obendrein schon im Vorfeld einen Jojo-Effekt auslösen würde, sobald die Diät beendet wird und zu normal großen Portionen beim
Essen zurück gekehrt werden würde.
Durch eine Umstellung auf gesunde Mischkost, eventuell auch kombiniert mit einem geringeren Volumen an Speisen sowie die Ergänzung durch eine regelmäßige
sportliche Betätigung kann ein Erfolg jedoch gut und gleichzeitig viel angenehmer erreicht werden. In der modifizierten Form kann die Diät auch über einen längeren
Zeitraum angewendet werden.